Anhaltende Trockenheit verschärft die Lage der Trinkwasserversorgung in Eberbach

SWE müssen Aubrunnen zuschalten – Veränderung der Wasserhärte sowie Geruchs- und Geschmackswahrnehmungen möglich

Eberbach. Die weiterhin anhaltende Trockenperiode verschärft die Situation der Trinkwasserversorgung in Eberbach zunehmend. Nachdem es den SWE Ende August noch gelungen war, die Zuschaltung der Aubrunnen zu vermeiden, hat sich die Versorgungslage inzwischen weiter verschärft. Die SWE sehen sich daher gezwungen, die Aubrunnen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung zuzuschalten.

Ende August konnte dieser Schritt noch durch einen erhöhten Wasserbezug aus der Gemeinde Oberzent sowie durch den verantwortungsvollen und sparsamen Umgang der Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser vermieden werden. Die SWE bedanken sich ausdrücklich für diese Unterstützung. Aufgrund der fortdauernden Trockenheit reichen diese Maßnahmen inzwischen jedoch nicht mehr aus.

Wasser wird merklich härter

Mit der Zuschaltung der Aubrunnen verändert sich die Beschaffenheit des bereitgestellten Trinkwassers. Insbesondere steigt die Wasserhärte von bislang etwa 3 Grad deutscher Härte (°dH) auf rund 12 °dH.

Für die Verbraucherinnen und Verbraucher kann sich dies vor allem durch einen höheren Kalkgehalt bemerkbar machen, beispielsweise durch stärkere Kalkablagerungen an Armaturen, Haushaltsgeräten oder beim Erhitzen des Wassers.

Desinfektion des Wassers erforderlich

Beim Betrieb der Aubrunnen ist zudem in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine Desinfektion mit Natriumhypochlorid erforderlich. Bürgerinnen und Bürger können dies je nach individueller Wahrnehmung unterschiedlich stark durch einen veränderten Geruch oder Geschmack des Trinkwassers bemerken.

Die SWE bitten um Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen. Sie dienen dazu, die Trinkwasserversorgung auch während der außergewöhnlich trockenen Witterungsperiode sicherzustellen.

Länger anhaltender Regen notwendig

Eine nachhaltige Entspannung der Situation ist erst zu erwarten, wenn über einen längeren Zeitraum ausreichende Niederschläge fallen und sich die Wasserressourcen entsprechend erholen können.

Sobald sich die Versorgungslage wieder stabilisiert und der Einsatz der Aubrunnen nicht mehr erforderlich ist, werden die SWE diese wieder außer Betrieb nehmen und die Öffentlichkeit entsprechend informieren.

Die SWE bitten die Bevölkerung weiterhin um einen bewussten und sparsamen Umgang mit Trinkwasser und bedanken sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und ihr Verständnis.

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