Jetzt vorsorgen: Eberbach bleibt bislang tigermückenfrei

Stadt ruft dazu auf, im Herbst mögliche Brutstätten gründlich zu reinigen

Asiatische Tigermücke
Asiatische Tigermücke © jcomp auf Freepic

Die Asiatische Tigermücke ist im Stadtgebiet Eberbach bislang glücklicherweise noch nicht offiziell nachgewiesen. Damit dies möglichst so bleibt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine wichtige Vorsorgemaßnahme: Ab Mitte Oktober sollten mögliche Brutstätten gründlich geleert, ausgebürstet und gereinigt werden.

„Wir freuen uns, dass es in Eberbach bislang keinen bestätigten Tigermückenfund gibt. Das ist aber kein Grund, bei der Vorsorge nachzulassen. Mit einfachen Maßnahmen können die Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, dass sich die Tigermücke gar nicht erst bei uns etabliert“, sagt Bürgermeister Peter Reichert.

Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier in kleinen Wasseransammlungen ohne Fischbesatz ab. Typische Brutstätten befinden sich daher auch in Gärten und auf Balkonen: Regentonnen, Gießkannen, Blumentopfuntersetzer, Übertöpfe, Eimer, Kinderspielzeug oder andere Gegenstände, in denen sich Wasser sammelt. Gullys und Abflüsse auch auf privaten Grundstücken – etwa auf Höfen, an Garagen oder an Außentreppen zu Kellern – können zu geeigneten Brutstätten werden, wenn sich darin dauerhaft Wasser befindet.

Besonders wichtig ist die Reinigung im Herbst: Die Weibchen kleben ihre Eier knapp oberhalb der Wasseroberfläche an die Innenwände von Gefäßen. Diese Eier können den Winter überdauern und im nächsten Frühjahr wieder schlüpfen. Deshalb sollten die Innenflächen von Regentonnen, Untersetzern und anderen Gefäßen mit einer kräftigen Bürste gründlich abgeschrubbt und anschließend ausgespült werden. Das Spülwasser sollte nicht in einen Gully gelangen, sondern dort ausgegossen werden, wo es versickern kann. Dann sterben die Eier ab.

„Gerade jetzt im Herbst können wir mit überschaubarem Aufwand etwas für das kommende Frühjahr tun“, erklärt Umweltbeauftragter Nicolá Lutzmann. „Wir bitten deshalb darum, nicht nur an die klassische Regentonne oder den Blumentopfuntersetzer zu denken, sondern auch einmal die Abflüsse und Gullys rund ums Haus, insbesondere an Außentreppen und auf Hofflächen, zu kontrollieren.“

Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) empfiehlt, mögliche Brutstätten regelmäßig zu leeren, sauber zu halten und so zu gestalten, dass sich kein Wasser dauerhaft sammeln kann. Nicht benötigte Gefäße sollten umgedreht oder trocken gelagert, Regentonnen möglichst dicht abgedeckt und Abläufe von Laub und Schmutz freigehalten werden.

Die Stadt Eberbach bittet die Bevölkerung, die Gelegenheit zu nutzen und vor dem Winter einen gründlichen „Tigermücken-Check“ rund um Haus, Hof und Garten durchzuführen. Damit kann verhindert werden, dass möglicherweise Eier den Winter überstehen und im kommenden Frühjahr zur Grundlage einer Population werden.

Information und Meldemöglichkeit

Verdächtige Mücken können zur Bestimmung an die KABS gemeldet werden:
Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS)
Internet: www.kabsev.de

Weitere Infos findet man auf der Seite www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/tigermuecke.html oder beim Umweltreferent der Stadt Eberbach, Dr. Nicolà Lutzmann, nicola.lutzmann@eberbach.de, Telefon: 06271 87-259
 
Informationsbroschüren liegen im Rathaus aus.

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