Asiatische Tigermücke
Stadt Eberbach informiert präventiv zur Asiatischen Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist im Stadtgebiet Eberbach bislang noch nicht nachgewiesen. Aufgrund ihrer zunehmenden Ausbreitung in Baden-Württemberg – unter anderem bereits in Heidelberg und mehreren weiteren Kommunen neckaraufwärts – ist ein zukünftiges Auftreten jedoch wahrscheinlich. Die Stadt Eberbach informiert daher frühzeitig über Risiken und notwendige Präventionsmaßnahmen. Die Stadt setzt auf Aufklärung und Vorsorge.
Warum ist Prävention so wichtig?
Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass sich die Tigermücke schnell und flächendeckend etablieren kann. Ist sie einmal verbreitet, sind umfassende Bekämpfungsmaßnahmen im gesamten Gebiet nur schwer möglich. Umso wichtiger ist es, eine Ansiedlung frühzeitig zu verhindern. Die Tigermücke ist tagaktiv, sehr aggressiv und kann unter bestimmten Bedingungen Krankheitserreger übertragen. Ihr Auftreten stellt daher nicht nur eine Belästigung, sondern auch ein gesundheitliches Risiko dar.
Brutstätten im direkten Wohnumfeld vermeiden
Die Asiatische Tigermücke entwickelt sich innerhalb weniger Tage in kleinsten Wasseransammlungen – häufig direkt auf privaten Grundstücken, in Gärten oder auf Balkonen.
Typische Brutstätten sind:
- Untersetzer von Blumentöpfen und Übertöpfe
- Gießkannen, Eimer und andere offene Behälter
- Regentonnen und Zisternen ohne Abdeckung
- Verstopfte Dachrinnen oder Abflüsse
- Altreifen oder herumstehende Gegenstände mit kleinen Wasseransammlungen
Die Weibchen legen ihre Eier an die Innenwände wassergefüllter Gefäße. Diese können Trockenperioden und sogar den Winter überstehen. Bereits innerhalb einer Woche entwickeln sich daraus neue Mücken.
Konsequentes Handeln im eigenen Umfeld
Die wirksamste Maßnahme ist das konsequente Vermeiden und Beseitigen von Brutstätten – insbesondere im Zeitraum von April bis Oktober:
- Stehendes Wasser regelmäßig entfernen und Gefäße ausbürsten
- Eier können mit heißem Wasser (mind. 60 °C) abgetötet werden
- Regentonnen dicht abdecken
Da eine flächendeckende kommunale Bekämpfung nicht möglich ist, kommt der Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Rolle zu.
Information und Meldemöglichkeit
Im Rahmen der Pflanzentauschbörse am Samstag, 18. April auf dem Thonon-Platz können sich Bürgerinnen und Bürger von 9-13 Uhr über Präventionsmaßnahmen informieren.
Verdächtige Mücken können zur Bestimmung an die KABS gemeldet werden: Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS)
Internet: www.kabsev.de
„Nur durch gemeinsames Handeln kann verhindert werden, dass sich die Tigermücke auch in Eberbach etabliert“, betont die Stadtverwaltung. Weitere Infos findet man auf der Seite www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/tigermuecke.html oder beim Umweltreferent der Stadt Eberbach, Dr. Nicolà Lutzmann, nicola.lutzmann@eberbach.de, Telefon: 06271 87-259


