Umsetzung des Mobilitätskonzepts gestartet
Mit Freigabe innerstädtischer Einbahnstraßen für den Rad-Gegenverkehr beginnt der Umsetzungsprozess des klimafreundlichen Gesamtverkehrskonzepts
Am Mittwoch (28.01.2026) wurde ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des 2025 beschlossenen Mobilitätskonzepts erreicht. Die Einbahnstraßen Bussemerstraße und Adolf-Knecht-Straße dürfen nun von Fahrradfahrern auch in Gegenrichtung befahren werden. Zur Montage des ersten Schilds kamen auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe Mobilität, die sich seit vielen Jahren für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer in Eberbach einsetzt.
Das klimafreundliche Mobilitätskonzept wurde 2021 von der Stadt Eberbach in Auftrag gegeben. Über den Untersuchungszeitraum hat das beauftragte Ingenieurbüro das gesamte Stadtgebiet einschließlich aller Ortsteile analysiert, aufwendige Verkehrszählungen und Bürgerbefragungen durchgeführt und ein mit insgesamt über 1.000 Seiten sehr umfangreiches Konzept erstellt, das Problemstellen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt.
Das Mobilitätskonzept hat zum Ziel, den Gesamtverkehr in Eberbach umweltfreundlicher und sicherer zu machen und dabei alle Verkehrsteilnehmer vom Kind über den Rollstuhlfahrer bis zum Rad- und Autofahrer zu berücksichtigen. Insbesondere Fuß- und Radverkehr sollen gestärkt werden, ohne aber die Erreichbarkeit mit dem Auto innerhalb der Stadt zu stark einzuschränken. Es bildet einen grundsätzlichen Rahmen, in welche Richtung der Verkehr in Eberbach geplant und gelenkt werden soll – welche konkreten Projekte und Maßnahmen umgesetzt werden sollen, entscheidet der Gemeinderat.
Die Arbeitsgruppe Mobilität unterstützt in der Vorbereitung, gibt inhaltlichen Input und begleitet die Umsetzung. Sie umfasst Mitglieder des Gemeinderats, der Verwaltung und ehrenamtlich engagierte Vertreter der Klima- und der Radinitiative Eberbach.
Umgesetzt wird jede Maßnahme erst nach Zustimmung der zuständigen Verkehrskommission mit Vertretern der Polizei, der zuständigen Verkehrsbehörde und des Straßenbaulastträgers – je nach Straßenklassifizierung sind dann auch Vertreter des Rhein-Neckar-Kreises oder des Regierungspräsidiums Karlsruhe beteiligt.
Der Gemeinderat hat das Konzept im Mai 2025 beschlossen und die Umsetzung erster Kleinmaßnahmen beauftragt, die niederschwellig und relativ kurzfristig umzusetzen sind. Diese umfassen die Freigabe von Einbahnstraßen, das Aufbringen von unterstützenden Markierungen (oder das Entfernen von behindernden), den Aufbau von Fahrradabstellanlagen oder die Umwidmung von gewöhnlichen zu barrierefreien Stellplätzen.
Die Freigabe der beiden Straßen ist ein kleiner Schritt, markiert aber den Anfang eines andauernden Prozesses im gesamten Stadtgebiet mit dem Ziel, in vielen kleinen Schritten die Bewegung in der Stadt für alle sicherer, bequemer und umweltfreundlicher zu machen.
Das gesamte Mobilitätskonzept ist öffentlich einsehbar und steht auf der Interseite der Stadt Eberbach zur Verfügung: Konzepte & Informationen | Eberbach


