Ehrenamtliche retteten Pflanzen im Arboretum

Im April wurden durch die Stadtförsterei im Eberbacher Arboretum am Kreuzberg im Rahmen der Klimaschutz-Aktion “1.000 Bäume für 1.000 Kommunen” des Gemeindetags rund 100 Bäume und Sträucher gepflanzt. Freiwillige Eberbacherinnen und Eberbacher halfen kräftig mit, die Pflanzen durch Bewässerung über den trockenen Sommer zu retten. Bürgermeister Peter Reichert sprach ihnen nun seinen Dank dafür aus.

Mit den Pflanzungen im Frühjahr konnte die Artenvielfalt im Arboretum um etwa 25 Gehölzarten aus verschiedenen Teilen der Erde erweitert werden. Da auch der Sommer 2020 wieder sehr lange Trockenzeiten mit sich brachte, mussten die jungen Bäume und Sträucher regelmäßig mit Wasser versorgt werden, damit sie überhaupt anwachsen konnten. Beim für das Arboretum zuständigen Förster Hubert Richter meldeten sich bereits im April mehrere Personen, denen das Arboretum am Herzen liegt und die sich um die Bewässerung kümmern wollten. Richter gründete dafür eine WhatsApp-Gruppe, in der dann mehrere Monate lang die Gießeinsätze koordiniert wurden. Das dafür notwendige Wasser wurde zunächst in einem Fass auf einem Anhänger ins Arboretum gefahren. Weil pro Gießdurchgang rund 200 Liter Wasser benötigt wurden, war das Fass aber immer rasch leer. Daher wurden dann zwei 1.000-Liter-Tanks im Gelände aufgestellt, die durch die Freiwillige Feuerwehr Eberbach mehrmals befüllt wurden.

Allein Stefanie Herrmann und Dieter Böhm haben über Sommer jeweils rund 60 Mal Wasser per Gießkannen von den Tanks an die Pflanzen gebracht. Da jeder Gießdurchgang rund eine Stunde dauerte, haben die beide Freiwilligen mindestens 120 ehrenamtliche Stunden im Arboretum geleistet. Beim Gießen half auch die Familie Rietdorf-Persch, deren Zwillinge Marla und Jonna mit Begeisterung die schweren roten Gießkannen schleppten. So konnte das Überleben der meisten frisch gesetzten Pflanzen in diesem trockenen Sommer gesichert werden.
 
Bürgermeister Peter Reichert traf sich am Samstagmittag, 10. Oktober, mit der Freiwilligen-Gruppe und Förster Hubert Richter im Arboretum, um Danke zu sagen für die geleisteten ehrenamtlichen Einsätze, durch die die Aktion “1.000 Bäume für 1.000 Kommunen” zumindest in Eberbach zum Erfolg werden konnte. Denn Reichert wusste von Presseberichten aus mehreren anderen Kommunen, denen zufolge dort Pflanzungen gescheitert seien, weil die Bäume nicht bewässert worden und deshalb vertrocknet seien.
 
In dem etwa 40.000 Quadratmeter großen parkartigen Eberbacher Arboretum wurden seit 1989 mehr als 150 verschiedene Baum- und Straucharten aus aller Welt in geographischer Anordnung gepflanzt und beschildert.
Das Arboretum erreicht man zu Fuß in wenigen Minuten, wenn man vom Ende der Pestalozzistraße den asphaltierten Waldweg bergauf geht. Für Fragen und weitere Informationen steht Hubert Richter unter Tel. 0162 2646698 zur Verfügung. Informationen im Internet gibt es unter www.itterberg.de.

 

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