03.03.2020 | Vortrag: Die Biologie des Geistesblitzes

Wie gute Ideen entstehen

Ein kurzer Einblick in den Vortrag von Dr. Henning Beck
Wie denken wir? Was haben neue Ideen und Fehler im Denken miteinander gemein? Und welche Voraussetzungen führen zum Gelingen neuen Lernens? Im Vortrag am 3.3.2020 um 19 Uhr in Eberbachs Stadthalle wirft Henning Beck hierzu einen spannenden Blick hinter die Kulissen der fehlerhaftesten und gleichzeitig innovativsten Struktur auf der Welt: dem Gehirn. Während Computer das machen, was vorgesehen ist, seien Gehirne durch Fehler und ineffiziente Gedankengänge charakterisiert, so Beck. Genau dieser so
scheinbare Makel sei jedoch das, was zu Neuem, zu Innovationen führe, da auch Unvorhergesehenes entsteht.

Was der Mensch beim Denken kann - die Maschine aber nicht
Beck macht klar, dass wir in Konzepten denken. Das menschliche Gehirn erkennt nicht nur den Stuhl als Sitzgelegenheit, sondern alles, worauf man sich setzen kann – wie zum Beispiel auch einen Stein. Der Unterschied zur künstlichen Intelligenz liegt darin, dass die Maschine zwar anhand tausender Bilder lernt, dass ein Stuhl durch eine Fläche auf mehreren Beinen gekennzeichnet ist und dies Merkmale einer Sitzgelegenheit sind. Wenn diese Merkmale nun aber fehlen wie etwa beim Stein, erkennt die Maschine diesen
Gegenstand auch nicht als Sitzgelegenheit an.

Wo kommt der neue Gedanke her?
Neue Gedanken entstehen im Gehirn ebenso wie Wissen. Dafür müssen Informationen in einen Kontext gesetzt werden, sie müssen abgeglichen und in ungewöhnlicher und unvorhersehbarer Weise neu miteinander kombiniert werden. So führen „Ablenkungen“, „Fehler“ und „Abschweifen“ während vermeintlicher Arbeitspausen im Gehirn zu neuen Ideen, zu (neuem) Wissen. Im menschlichen Gehirn werden Informationen als Aktivitätsmuster abgebildet. Wie bei einem Orchester bringt das Zusammenspiel die „Melodie des
Denkens“. Auf neuronaler Ebene bedeutet dies, dass jeweils unterschiedliche Nervenzellen auf faszinierende Art aktiv werden.

Wie lernen wir am besten?
Beck betont, dass die Pause integraler Bestandteil des Lernprozesses bzw. der Entstehung von neuem Wissen ist. Analog zum Sport sei auch beim Arbeiten, Lernen und Denken kein Fortschritt ohne Pausen möglich. Ein zentrales Element dieser Pausen sei im Übrigen auch der Schlaf. Während der nächtlichen Ruhepausen werden im Gehirn Erinnerungen gefestigt. Schlafmangel wirke sich daher sehr nachteilig auf die Gedächtnisleistung aus. Auf weitere Erfolgsfaktoren für die Vermittlung von Wissen wie das „Warum, Motivation und Emotionen wird eingegangen. Und auch auf die Art und Weise, wie mit den Lernenden kommuniziert wird, ist entscheidend.

Auf Einladung der Gesundheitsakademie ViaCour e.V. der Bahnhof-Apotheke in Eberbach dürfen Sie sich auf einen spannenden und selten so gut gelungenen Einblick in die Neurowissenschaften, ganz praktisch gedacht, freuen.

 

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