"Sabine" bläst auch Eberbach kräftig durch

Das Sturmtief "Sabine" hielt auch die Feuerwehr, den städtischen Bauhof samt Gärtnerei, sowie die Stadtförsterei in Eberbach auf Trab. Bereits in den Abendstunden des Sonntags musste die Feuerwehr in die Altstadt ausrücken. Der Bauzaun an der Dauerbaustelle in der Bahnhofstraße war in die Baugrube gefallen. Dieser wurde wieder aufgestellt und die Werbung darauf entfernt.

Ebenfalls musste in der Hauptstraße ein Fenster verschlossen werden, das "Sabine" mit Ihrer Kraft aufgedrückt hatte.
 
Am Montag war die Feuerwehr ab 4:50 Uhr im Einsatz. Im Breitensteinweg waren 2 Bäume umgefallen und blockierten die Straße. Auch mussten im Laufe des Vormittags Bäume in der Schwanheimer Straße, auf der L2311 und in der Baummannstraße in Friedrichdorf entfernt werden. In Friedrichdorf fielen die Bäume auf ein Carport. Aus Sicherheitsgründen wurde der Tränkweg in Friedrichdorf bis aus weiteres gesperrt. Die Bäume wurden nach Abklingen des Sturmes dann entfernt, um die Einsatzkräfte nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
 
Auch auf der Neckarbrücke war die Feuerwehr in den frühen Morgenstunden des Montags im Einsatz. Das dort montierte Windgitter war teilweise über die ganze Brücke von "Sabine" weggerissen worden. Teile stürzten in den Neckar - weitere Teile auf die Bundesstraße. Lose Elemente wurden von der Feuerwehr entfernt und gesichert. Nach entsprechender Prüfung war die Stabilität des verbleibenden Windschutzzauns nicht mehr gegeben. Um eine Gefährdung zu verhindern wurde dieser deshalb am Folgetag durch den Bauhof abgebaut.
 
Um die Mittagszeit unterstützte die Feuerwehr die Stadtförsterei bei Sicherheitsbaumfällungen entlang der L524 in Richtung Unterdielbach. Hier waren mehrere Bäume durch den Sturm in Schieflage geraten und mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit ganz entfernt werden. Während dieser Arbeiten kam es immer wieder zu einer kurzzeitigen Vollsperrung der L524.
Ebenfalls wurden verschiedene Landstraßen wegen Windbruch durch die Straßenmeisterei komplett gesperrt.
 
Des Weiteren mussten verstopfte Straßeneinläufe gereinigt und Straßen von herabgefallenen Ästen und Laub gesäubert werden.
 
Außerdem wurden im Stadtgebiet verschiedene Dächer durch "Sabine" beschädigt und teilweise Ziegel abgedeckt.
 
Die Feuerwehr Eberbach war bis in den frühen Nachmittag hinein mit ca. 15 Einsatzkräften mit den Abteilungen Stadt und Friedrichsdorf an insgesamt 11 Einsatzstellen im Einsatz. Die Zusammenarbeit mit der Stadtförsterei und den Servicebetrieben der Stadt Eberbach verlief wieder wie gewohnt problemlos.
 
Über Personenschäden ist der Stadtverwaltung nichts bekannt.
 
Im Stadtwald Eberbach bescherte uns "Sabine" etwa 1000 Fm Sturmholz, was sich - gemessen am Jahreseinschlag von 23000 Fm - verkraften lässt. Allerdings ist die Aufarbeitung - bedingt durch die flächige Verteilung der Einzelwürfe - mit einem hohen personellen, maschinellen und zeitlichen Aufwand verbunden. Vor allem Nadelbäume sind dem Sturm zum Opfer gefallen. Diese müssen jetzt zügig gefunden und dann aufgearbeitet werden, um dem Borkenkäfer den nun zusätzlich flächig vorhandene Brutraum zu entziehen.

Aktuell sind die Mitarbeiter der Stadtförsterei dabei, die Fahrwege im Stadtwald vom Sturmholz zu befreien.
Auch das Wildgehege wurde Opfer des Sturms: Bäume fielen gleich an mehreren Stellen über die Zäune und beschädigten diese, so dass mehrere Wildschweine einen Ausflug außerhalb des Geheges unternahmen. Zum Einfangen der Ausreißer waren fast alle Mitarbeiter der Stadtförsterei nötig.
 
Da viele Bäume durch dieses Ereignis instabil sind und sich abgebrochene Äste in den Kronen befinden, die herabfallen können, rät die Stadtförsterei, den Wald in den nächsten Tagen zu meiden und Spaziergänge auf die offene Landschaft zu verlegen.
 
 
 

 

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