Geschichtsblatt

Titelbild EG 2010


 
Geschichtsblatt 2013

Die Autoren des Eberbacher Geschichtsblattes stellen unseren Leserinnen und Lesernneue Beiträge aus der Lokal- und Regionalgeschichte vor. Hans Klinge veröffentlicht erstmals seine auf jahrelangen, intensiven Forschungen beruhenden Ergebnisse über die Eberbacher Steinbrüche und ihre Betreiber, einem Gewerbe, in dem viele Menschen vor allem im 19. Jahrhundert ihre Arbeit fanden.Ulrich Spiegelberg bringt einen weiteren Teil seiner großen Geschichte der nicht nur für Hirschhorn, sondern auch für Eberbach wichtigen Herren vom Hirschhorn. Die enge regionale Verzahnung zeigt sich besonders in der abgebildeten Urkundedes Mainzer Erzbischofs von 1364, die in Eberbach ausgestellt wurde. Bruno Schmitt widmet sich einem aktuellen Thema, das eine besondere Gewichtung besitzt, der schrittweise einsetzenden Emanzipation der Frauen. Sein Beitrag schildert die Ursprünge des Badischen Frauenvereins und des EberbacherFrauenvereins in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Das hiesige Selbstverständnis als „Stauferstadt“ blendet die vorhergehende Entwicklung aus, die sich besonders an der „Burg“ Eberbach und ihren verschiedenen Bauepochen festmachen lässt. Diesen Blick in die ältere Geschichte Eberbachs, die mit dem Namen der Grafen von Lauffen und speziell des Grafen Konrad, der sich nach seinem Wohnsitz, der Vorderburg Eberbach, nannte, kommt in einem weiteren Aufsatz zum Ausdruck. Darin wird auch auf die älteste fassbare Erwähnung Eberbachs eingegangen, die aus dem Jahr 1196 stammt und dreißig Jahre vor der bekannten, die Stadtentwicklung einleitenden Urkunde von 1227 überliefert ist. Ein kleinerer sozialgeschichtlich ausgerichteter, aufstädtischen Archivalien fußender Beitrag soll unsere Kenntnisse über das frühneuzeitliche Eberbach erweitern.       

Im Jahr 2014 wird der Eberbacher Stadtteil Friedrichsdorf sein 400-jährigesJubiläum feiern. Christa Haas beschreibt die Ursprünge Friedrichsdorfs und nennt die ersten, archivalisch fassbaren Siedler. Noch heute erinnert die dortige „Baumannstraße“ an die Schweizer Einwanderung. Manfred Biedert stellt sich dem Problem der Straßenverbindung des Eberbacher Raums in Bezug auf die Einrichtung der Eberbacher Posthalterei, die mit dem Namen des hiesigen Hotels „Krone-Post“ und der Familie Bohrmann auf das engste verbunden ist. Von Michael Lipschitz stammt der zweite Teil der Geschichte des Neckarhäuserhofes, er skizziert zudem die genealogischen Verbindungen der Einwohner, die bis zu der amerikanischen Schauspielerin Doris Day reichen. Von Peter Zimber folgt der zweite Teil seiner literaturgeschichtlichen Betrachtung über die im Odenwaldbeheimatete Dichterin Auguste Pattberg aus Neunkirchen; in diesem Teil wird erstmals ihre handschriftliche Fassung des Volkslieds „Es steht ein Baum im Odenwald“ abgedruckt.    

Die Ansprache des neuen Eberbacher Bürgermeisters Peter Reichert bei seiner Verpflichtung am 22. Februar 2013 steht am Anfang des neuen Jahrgangs unseres Geschichtsblattes. Die traditionell üblichen Teile des Eberbacher Geschichtsblattes, die Statistiken der Stadtverwaltung, des Museums und des Stadtarchivs, ferner die Mitteilungen, der Überblick über Neuerscheinungen in der Literatur und in der Presse sowie die Totenliste des Jahres 2012 geben dem Geschichtsblatt seinen gewohnten Rahmen.

Allen Autoren, die sich mit außerordentlichem Einsatz und innerer Hingabe dieser schönen ehrenamtlichen Aufgabe gestellt haben, danke ich ganz herzlich, wie auch der GELITA AG für ihre großzügige Unterstützung und Hilfestellung bei der Drucklegung.

Sobleibt mir nur noch, unseren Leserinnen und Lesern und besonders unseren Abonnenten eine spannende Lektüre sowie viel Freude und inneren Genuss beim „Auswerten“ neuerer Aspekte der Eberbacher und der Umlandgeschichte zu wünschen.

Rüdiger Lenz


Die Drucklegung des Eberbacher Geschichtsblattes 2013 wurde von der GELITA AG unterstützt.
Die Abonnenten erhalten das Geschichtsblatt zum wesentlich ermäßigten Preis von € 9,--. Im freien Verkauf kostet das Geschichtsblatt € 11,--. Es ist bei derStadtverwaltung (Tourist-Information) bzw. bei Eberbacher Buchhandlungen erhältlich.

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